Kiteboarden ist ein anspruchsvoller Sport. Zwar können auch Anfänger schnelle Erfolgserlebnisse und viel Spaß haben, doch viele Neulinge fühlen sich etwas überfordert von den zahlreichen Dingen, die es zu beachten gibt. Deshalb werden sie normalerweise zunächst mit Trockenübungen an Land an die Handhabung des Kites gewöhnt. So können sie sich ganz auf die Kitesteuerung konzentrieren und an seine Kräfte gewöhnen, ohne sich dabei schon Sorgen um das Kiteboard machen zu müssen.
Erst später, im Wasser, kommen dann die zusätzlichen Anforderungen hinzu und die Kitesurf-Schüler müssen lernen, zusätzlich zu dem Schirm unter Kontrolle auch noch ihr Gleichgewicht auf dem Kiteboard zu halten. Diese Phase ist vielleicht die schwierigste beim Kiteboarding-Lernen überhaupt. Aus dem Wasser auf das Kiteboard und mit ihm in’s Gleiten zu kommen hat schon so manchem Nachwuchs-Kiter Probleme gemacht. Und wenn der gebuchte Kitesurfing-Kurs bzw. der Urlaub nur ein paar Tage dauert, sollte man sich besser nicht unnötig lange an das Board unter den Füßen gewöhnen müssen.
Eine gute Hilfe für diese entscheidende Phase im Kiteboarding-Lernprozess kann die Nutzung einer Wakeboardbahn bzw. Wasserskibahn sein. Dort kann man auch mit einem Kiteboard üben – und zwar ohne die zusätzliche Herausforderung, einen Kite zu steuern. Als Wakeboarder wird man von einer fest installierten Vorrichtung gezogen, die einen praktisch konstanten bzw. vorhersehbaren Zug gewährleistet – unabhängig von Windböen oder dem Stand eines Kites.
Auch auf so einer Wakeboardbahn brauchen Anfänger normalerweise ein paar Startversuche, bevor sie das erste Mal richtig fahren. Aber es geht schneller und einfacher als wenn man sich zusätzlich um einen Kite kümmern muss. Nach wenigen Stunden hat man auf diese Art ein gutes Gefühl für das Kiteboard gewonnen. Mit so einer Vorbereitung ist ein anschließender Kitesurfkurs viel leichter zu meistern.
Wakeboardbahnen bzw. Wasserskibahnen gibt es an vielen Orten, die sich z.B. per Google Maps finden lassen. Sie haben in der Regel nur in den Sommermonaten geöffnet, teilweise auch in Frühling und Herbst mit verkürzten Öffnungzeiten. Material, wie z.B. Neoprenanzüge, Schutzwesten und Boards können oft vor Ort geliehen werden. Die Kosten sind unterschiedlich und können etwa 30,- Euro für eine Tageskarte „all inclusive“ betragen.